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www: was wirkt wie (FSX-Performance und Hardware)
Der FSX ist ja bekanntermassen ein guter Sichtflug-Simulator. Fliegen nach VFR in Höhen von ca. 1000 bis 10000 ft also.
Das allerdings bedeutet, daß die Landschaft möglichst real aussehen muss. Sonst kann man sich ja nicht nach Sicht orientieren. Dies wiederum bedeutet, daß viele Komponenten des verwendeten PC richtig gefordert werden. Denn um eine reale Landschaft zu simulieren sind gute Addon's installiert. Beispielsweise in Deutschland die VFR-Germany Reihen (Aerosoft GmbH) oder für die Wolken REX2-Overdrive mit
HD Wolkentexturen usw.
Oftmals wandern aber nun die Frameraten (Fps) in den Keller, sodaß ruckelfreies Fliegen nicht mehr möglich ist.
Und das trotz guten Einstellungen in bestimmten cfg Dateien des FSX (siehe meine entsprechenden Artikel auf dieser WebSite).
Nun fängt man also an, die Autogen Regler im FSX Einstellungs-Menü herunter zu regeln. Von "Extrem dicht" über "Sehr dicht" bis herunter auf "Normal" oder gar "Wenig". Nun sieht aber die Landschaft nicht mehr gut aus. Was jetzt?

Hier hilft meistens nur ein Verändern der Hardware.
Und dies möchte ich in diesem Artikel kurz beschreiben.
Alle Angaben sind aber wie immer ohne Gewähr auf Funktionalität und/oder Vollständigkeit.
Da so gut wie alle PC's verschieden sind, muss letztlich jeder für sich herausfinden, was wirklich hilft.

Um gute Ergebnisse zu erzielen muss jedoch immer systematisch an die Sache herangegangen werden. Also "ingenieurmässig" arbeiten.
Als erstes muss herausgefunden werden, welche Hardware Komponente im PC nicht genügend Leistung bringt und somit alle anderen Komponenten ausbremst. Und damit ist die Leistung bezüglich des FSX gemeint. Dies ist etwas völlig anderes als die Leistung bezüglich der heutigen modernen "DirektX10 oder 11" Spiele. Einschlägige Benchmarkprogramme helfen also nicht. Wir müssen selber testen. Übrigens: Die Grafikkarte ist meistens nicht der Verursacher für schlechte Fps. Der FSX benötigt hauptsächlich Rechenkraft (Prozessor, RAM).

Folgende Komponenten im PC müssen in Betracht gezogen werden.
Der Prozessor
Das Mainboard
Der RAM
Die Grafikkarte
Die Festplatte

Mit Hilfe eines guten Informanten (Programm) können wir uns die Auslastung der einzelnen Komponenten während eines VFR Fluges anschauen. Hierfür sollten man mit einem leistungsfordernden Flugzeug (z.B. die Cessna C310 / Flight1) über einem VFR Gebiet mit möglichtst vielen 3D Gebäuden und Bäumen fliegen. Gleichzeitig sollten viele Wolken sichtbar sein. Ein mögliches Programm für diese Aufgabe ist z.B. EVEREST von Lavalys (www.lavalys.com) oder der Resourcenmonitor (Win7). Die Auslastung einer ATI Grafikkarte kann man sich mit dem ATI Catalyst Control Center unter dem Menüpunkt ATI Overdrive anschauen.
Die oben genannten Komponenten Prozessor, Mainboard, RAM und Grafikkarte müssen immer zusammen betrachtet werden. Es hilft nichts, schnellen RAM auf ein langsames Mainboard zu stecken (FrontSideBus / FSB beachten). Der RAM wird dann nur heruntergetaktet und kann seine Leistung nicht ausspielen.

Ich habe in mehreren Tests Folgendes festgestellt:

Eine Erhöhung des Prozessor Taktes im Zusammenhang mit passenden RAM bringt viel Frames pro Sekunde (Fps).
Der Prozessor muss aber zum Mainboard passen (FrontSideBusTakt beachten).
Der RAM muss den höheren Prozessortakt mitmachen, sonst bremst er den Prozessor wieder aus.
Je schneller Prozessor, Mainboard und RAM arbeiten, umso mehr wird die Grafikkarte gefordert.
Die Festplatte ist bei genügend RAM (8GB) nur bemerkbar beim Laden des FSX und Einlesen der Startlandschaft.

Hier ein kleines Beispiel:
Prozessor: Intel Q6600 4 x 2,4GHz, FSB 266Mhz (eff. 1066MHz).
RAM: 4 x 2 GB DDR2 800 (BusTakt 400Mhz, Effektiv 800MHz).
Mainboard: ASUS P5KC mit max. 1333MHz FSB.
Grafikkarte: ATI Radeon HD4870 512MB oder 1024MB.

Mit dieser Konfiguration und den FSX Szenerie-Einstellungen "Extrem dicht" (Szeneriekomplexität und Automatisch generierte Dichte) ergeben sich im Bremer Raum ca. 12 Fps. Alle anderen Regler wie im Artikel "FSX und Performance" auf dieser WebSite beschrieben. Mit Hilfe des ATI Catalyst Control Centers stellt man allerdings fest, daß die Grafikkarte nur zu ca. 60 % ausgelastet ist. Die Grafikkarte ist also gut genug. Sie wartet auf Daten... Das Mainboard mit seinen möglichen 1333 GHz FSB-Takt ist auch gut genug. Prozessor und RAM allerdings sind für das Mainboard zu langsam. Es könnte mehr gehen.

Also Hardwareänderung:

1. Prozessor auf 4 x 3 GHz geändert (geht bei einigen Mainboards und Prozessoren auch mit Übertakten; Aber Vorsicht: Temperaturen beachten).
Jetzt ca. 15 Fps im Bremer Raum. Hier wirkt sich nun der immer noch zu langsame RAM negativ aus.

2. RAM in 2 x 4 GB DDR3 1333Mhz FSB geändert.
Jetzt ca. 22 Fps in Bremen!

Das ergibt also insgesamt ca. 10 Fps mehr durch Verbesserung von RAM und Prozessor, passend zum Mainboard! Wobei die Grafikkarte nicht geändert wurde. Diese ist jetzt aber mit ca. 90% auch gut ausgelastet.
Man sieht hier, dass nun alle Komponenten besser zusammen passen und somit eine deutliche Fps Erhöhung bewirken. Eine neue Grafikkarte hätte nichts gebracht, da der "Flaschenhals" ja Prozessor und RAM waren.

Weiterhin guten Flug wünscht Heinz Flichtbeil, 30.9.2010.

Aktualisierung:
Sollte die Grafikkarte allerdings mehr als 95% Auslastung zeigen, dann arbeitet sie an ihrer Leistungsgrenze. Jetzt würde sich ein Austausch gegen eine Bessere lohnen.

Eine sehr gute Grafikkarte (getestet mit der o.g. Hardware - Prozessor/RAM/Mainboard) ist z.B. die MSI N550GTX-Ti mit 1 GB RAM (NVIDIA).
Auch die ATI HD5770 mit 1 GB RAM arbeitet gut mit dem FSX zusammen.
(Angaben ohne Gewähr)

Heinz Flichtbeil, 30.08.2011