| zurück | ||||||
| FSX und Performance | ||||||
|
Der FSX und gute Frameraten bei hochqualitativer Landschaftsdarstellung müssen sich nicht ausschließen. Über die "richtigen" Performance Einstellungen und eventuell auch Änderungen an der fsx.cfg Datei beispielsweise gibt es im Internet eine Menge guter Seiten. Ich möchte mich aus folgenden Gründen hier nicht einreihen: 1. Jeder PC ist von der Hardware her verschieden. 2. Jeder PC ist vom Betriebssystem her anders installiert. 3. Keine FSX Installation (incl. Zusatzprogramme...) ist gleich. Deshalb kann ich hier keine allgemeingültigen Tipps geben, sondern werde "meine" Installation beschreiben und dabei versuchen gut verständliche Hinweise (wieso, weshalb, warum) zu geben. Erfahrene FSX Installateure werden vielleicht manchmal lächeln, aber dieser Artikel soll auch diejenigen erreichen, die noch nicht allzuviel über dieses Thema wissen. Sämtliche Angaben sind natürlich wie immer ohne Gewähr auf Korrektheit und Vollständigkeit. Jede Anwendung der in diesem Artikel beschriebenen Massnahmen erfolgt auf eigene Gefahr. Hardware Mainboard und RAM: ASUS P5KC mit Intel P35 Chipsatz (4 Slots für DDR2 RAM und 2 Slots für DDR3 RAM). Bestückt mit 4 x 2 GB DDR2-800 RAM Modulen = 8 GB RAM. Durch den großen RAM braucht der FSX Szenerien z.B. nicht so oft nachladen, was bei einer langsamen Festplatte naturgemäß zu kurzen Rucklern führen würde. Weiterhin habe ich keine Auslagerungsdatei eingerichtet. Dadurch entstehen weniger Zugriffe auf die Festplatte. Achtung: Bei einem Systemfehler kann der Prozessor dann keine Sicherung der gerade im RAM befindlichen Daten mehr durchführen. Prozessor: Intel Q6600 Quad-Core (4 x 2,4 GHz). Sofern man den FSX auf den Quad-Core hinweist, werden dann auch alle 4 Kerne voll genutzt. Dazu mehr im Artikel über die fsx.cfg. Festplatte: 1 TB Samsung mit 32 MB Cache und 7500 Upm. Hier würde eine 10000 Upm Festplatte (z.B. Velocy Raptor) noch eine Verbesserung bringen. Grafik-Karte: ATI Radeon HD4870 mit 512 MB DDR5 RAM. Eine gute Mittelklasse Grafikkarte, die sogar für meinen 2 Monitor Betrieb ausreichend ist. Mit 1 GB RAM wäre sie noch besser geeignet. HINWEIS aufgrund einiger Nachfragen: Die internen Einstellungen der Karte habe ich nach einigem Probieren (Antialiasing...), was aber die Framerate immer schlechter werden ließ, auf den originalen Einstellungen belassen. Neuester Treiber vorausgesetzt. Gesteuert wird die Karte von den Einstellungen im FSX. Das scheint am Besten zu funktionieren. 2 Monitore: 1 x 1920 x 1080 für den FSX, 1 x 1920 x 1080 für die Zusatzprogramme wie z.B. Flightsim-Commander (FSC) usw. Diese Hardware stufe ich als Mittelklasse ein. Die Komponenten sind aber leistungsmässig gut aufeinander abgestimmt, so dass sich eine sehr gute Gesamt-Performance ergibt. Es bring hier nichts, eine teure "Ober-High-End" Grafikkarte zu kaufen und die anderen Komponenten (Mainboard...) nicht entsprechend anzupassen. Die Karte wird dann nur Zeit zum "Warten" haben. Hinzu kommt, dass scheinbar viele der neuesten Karten (z.B. Radeon 5870...) für den FSX schlicht überdimensioniert sind (z.B. DX11) und die Framerate schlechter werden lassen (siehe auch Artikel auf Seite 52 im aktuellen FS Magazin 4/2010). Software Betriebssystem: Windows 7 Pro 64 bit. Kann ich nur empfehlen. Das System ist auf der 1 TB Festplatte installiert. Ganz wichtig: Sämtliche für das System wichtigen Treiber sollten aktuell sein. Dies gilt insbesondere für die Treiber der Grafikkarte, aber auch für die Soundkarte. Eine mangelhaft installierte Soundkarte ist oft die Ursache für schlechte Frameraten oder gar FSX Abstürze. Dies gilt auch, wenn Sie den Soundchip auf dem Mainboard nutzen. FSX: Der FSX mit dem Acc-Pack befindet sich auf der gleichen Festplatte wie das Win7 System. Ausser den Zusatzprogrammen, die für den Flugsimulator nötig sind (Szenerien, Flugzeuge, Navigationssysteme, Online-Programme...), ist hier nichts weiter installiert. Für den FSX nicht nötige Automatismen, wie z.B. Windows Update, Viren-Signatur-Update usw sind abgeschaltet und müssen dann natürlich ab und zu per Hand gestartet werden. Der Vorteil ist aber deutlich zu spüren. Durch viel weniger Hintergrundprozesse hat der Intel Q6600 mehr Zeit für den FSX. Und es gibt keine unliebsamen Unterbrechungen, wenn ein Updater plötzlich anfängt zu arbeiten und man sich gerade im Landeanflug befindet. Die Massnahme, ein alleiniges System nur für den FSX aufzusetzten bringt einiges an Performance. FSX Zusatz-Installationen: Nichts installieren, was nicht nötig ist. Ein Flugzeug beispielsweise, was niemand fliegt, belastet das System unnötig. Nach jeder Installation (Szenerie, Flugzeug) starte ich den FSX einmal zum Abschließen der jeweiligen Installation und schließe ihn dann wieder. Das hat sich bewährt. Wenn alles Installiert ist, lohnt es sich eine gute Defragmentierung der Festplatte durchzuführen, damit die zusammengehörigen Dateien möglichst dicht beieinander liegen und der Lesekopf der Festplatte kurze Wege hat. Eine saubere Installation führt zu besserer Performance. Meine Einstellungen im FSX: Innerhalb des FSX gibt es den Button "Einstellungen". Dieser führt über "Anpassen" zur "Einstellungen-Anzeige". Innerhalb dieser Anzeige gibt es 5 Reiter, die ich hier mit meinen Einstellungen kurz beschreibe: Grafik Für jeden Monitor ("Gerät") Ziel-Bildwiederholrate: 30 (hier müssen Sie ein wenig probieren. Auch "unbegrenzt" ist möglich). Vollbildauflösung für den Monitor eingeben: Bei mir 1920x1200 und 1920x1080 bei 32 bit. Filtern: Anisotrop, Antialiasing: an. Direkt-X 10 Vorschau: aus. (kein Haken). Es sind nicht alle Szenerien und Flugzeuge DX10 geeignet! Lichtreflexe: aus. Kaum Verbesserung der Szenerie. Belastet den Prozessor aber auch nicht. Beleuchtung: aus. Kaum Verbesserung der Szenerie. Aber bei einigen PC-Systemen und Szenerien bricht die Framerate stark ein wenn man die "Beleuchtung" einschaltet! Globale Strukturauflösung: Sehr hoch. Belastet den PC nicht sehr. Erweiterte Animationen: an. (Haken) Sonst funktionieren einige Flugzeuge nicht richtig, z.B. Das Federn der Rad-Gestelle... Luftfahrzeug Punkt bei : Virtueles 3-D-Cockpit Cockpit-Quick-Infos: ja Hochauflösendes virtuelles 3-D-Cockpit: ja Transparenz des 2-D-Cockpits: 0 Luftfahrzeuge werfen Schatten auf den Boden: ja (kostet aber etwas Performance, abschalten, wenn nötig) Luftfahrzeug wirft Schatten auf sich selbst: nein (Performance) Landescheinwerfer beleuchten Boden: ja (wenn nötig, gut abschaltbar) Szenerie Radius Detailgenauigkeit: Groß (Bewirkt mehr Details in der Distanz, Performancebelastung nicht so hoch) Musterkomplexität: 100 (Mehr Details der Geländedarstellung, Performancebelastung nicht so hoch) Musterauflösung: 19 m (Auflösung des Geländes, Mesh) Bei einer installierten Szenerie mit einem Geländemesh von 19 m bringt eine bessere Einstellung (10m...) nichts, sondern belastet den Prozessor unnötig. Strukturauflösung: 60 cm (Bodendetails, Auflösung pro Pixel der in der Szenerie verwendeten Texturen). Eine Textur mit 1m pro Pixel Auflösung benötigt hier auch nur eine entsprechende Einstellung. Mehr bringt keine Verbesserung. Wassereffekte: Niedrig 2x (je weiter rechts, umso besser die Wasserdarstellung, kostet aber Prozessorkraft). Landdetailstrukturen: an (kostet kaum Prozessorleistung und verbessert die Landdarstellung) Szeneriekomplexität: Dicht (stellt die Anzahl von fest programmierten Gebäuden und Objekten z.B. auf Flughäfen ein, ab Normal wird meistens alles angezeigt). Automatisch generierte Dichte: Dicht (In ländlichen Gebieten geht auch Extrem dicht. Hiermit kann man sehr stark die Performance verbessern oder verschlechtern). Mit diesem Regler wird die Anzahl der automatisch generierten Baüme und Gebäude in der Landschaft geregelt. Dieser Regler ist die erste Wahl, wenn man mit Performance Einbrüchen zu tun hat. BodenSzenerieschatten: aus (kostet Performance und bringt nicht viel). Szenerieeffektdetails: niedrig (Stellt Effekte wie Feuer, Rauch usw ein). Fest programmierte Effekte werden immer dargestellt. Wetter Wolkendarstellungs-Entfernung: 60 Meilen Visualisierung von Thermik: Ohne Höhenwinddaten zusammen mit realem Wetter downloaden: aus (bitte ausprobieren, ich verwende REX2 für das Wetter) Turbulenz und Thermikeffekte am Luftfahrzeug deaktivieren: aus (kein Haken). Rate mit der sich das Wetter ändert: keine Änderung (macht bei mir REX2). Detailierte Wolken: ja Bewölkungsdichte: mittel (Performance). Verkehr Alles aus (ich fliege online, da würde automatischer Verkehr stören). Der Verkehr hat natürlich großen Einfluss auf die Performance. Regler mit Bedacht verwenden... Luftfahrzeugbeschriftungen anzeigen: ja Flugzeugnummer: ja (damit ich die anderen Online Flugzeuge identifizieren kann) Alles andere: aus --------------------------------------------- Einstellungen-Realitätsgrad Je höher der Realitätsgrad, desto realer ist das Fliegen. Flugmodell: alle Regler rechts Abstürze und Schäden: ignorieren (gibt sonst Probleme beim Online Fliegen). Pilot steuert Luftfahrzeuglichter: an Angezeigte Eigengeschwindigkeit: an Alles andere: aus (kein Haken). Zusammen mit meinen FSX Installationen (FSX-SP2, REX2 Wetterengine, UTX-Europe, Ground-Environment Europe GEX, VFR-Germany 1 bis 4, German Airports und German Airfields, Austria Pro X, Switzerland Pro X, diversen Flugzeugen ..., FlightSim Commander, Onlineprogramm FsInn, ...) und den (wenigen) Änderungen in der fsx.cfg habe ich eine Framerate von ca. 20 fps. Dies gilt für den VFR Flug, also bei geringen Höhen (2500 ft) und somit vielen sichtbaren 3-D Objekten. Mit unkomplizierten Flugzeugen (Cessna 172 ...) liegt die Framerate im Schnitt sogar bei ca. 30 fps . Auf grossen Flughäfen muss man ca. 5 fps abziehen. Wenn Sie eigene Einstellungen probieren wollen, dann gehen Sie systematisch vor: Ändern Sie immer nur einen Wert und überprüfen Sie dessen Wirksamkeit im FSX bevor Sie den nächsten Wert ändern. Sonst wissen Sie nach einiger Zeit nicht mehr, welche Änderung nun eigentlich die Verbesserung bewirkt hat. Ich hoffe, dass ich mit diesem Artikel ein wenig Hilfe geboten habe, und wünsche Ihnen weiter viel Spass mit dem FSX und guten Flug
Heinz Flichtbeil, April 2010 , Aktualisiert (Grafik) 8.6.2010
|
||||||