|
Hughes H-1B (ICAO: n/a)
|
|||||||
![]() |
Programmiert im Auftrag von : Aerosoft GmbH
Wer diese Maschine noch nicht in seinem Hangar hat, dem entgeht etwas. Ganz sicher. Die Hughes H-1, bekannt aus dem Film Aviator, wurde von Howard Hughes im Jahre 1935 nur zu einem Zweck entworfen und gebaut: Aufstellen eines neuen Geschwindigkeits Weltrekords. Die Maschine war das erste Flugzeug in Metallbauweise (Aluminium) als freitragender Tiefdecker und "Tail Dragger". Zur damaligen Zeit eine absolute Innovation. Howard Hughes hat dann am 13 September 1935 auch tatsächlich einen neuen Geschwindigkeits Weltrekord mit der Maschine aufgestellt: 352 mph. Das war in Santa Ana, Californien. Von der Maschine wurde nur ein Exemplar gebaut. Keine Serienproduktion. War wohl auch nicht geplant. Sie wurde später für den Transkontinental "Rekord" Flug (Los Angeles nach New York) umgebaut. Statt der kurzen Flügel (25 ft) wurden längere (31 ft) angebaut. Mit dieser Maschine schaffte Howard Hughes den Transkontinentalflug in 7 Std, 28 min, 25 sec mit einer Durschnittsgeschwindigkeit von 332 mph. Nonstop über 2490 nm. Auch dies war ein neuer Weltrekord. Die längeren Flügel wurden unter anderem benötigt, um genügend Treibstoff tanken zu können. Bei der Entwicklung wurde zuerst das Flugzeug selbst (Rumpf, Flügel...) nach etlichen Teststunden im Windkanal entworfen und gebaut. Dann wurde nach einem passenden Motor gesucht. Er war nicht leicht zu finden. Es gab schlicht keinen, der der Öffentlichkeit bekannt war. Es gab allerdings einen, der noch "Militärische Geheimsache" war. Aber Beziehungen sind eben alles...: Der Pratt & Whitney R-1535, ein doppelreihiger 14 Zylinder Sternmotor. Er passte auch in die Cowling. Er hatte serienmäßig 700 PS und wurde auf (kurzfristige) 1000 PS getunt. Allerdings war das nur möglich aufgrund einer (den Mutigen winkt das Glück!!) besonderen Tatsache: Die Chemische Industrie hatte gerade einen neuen Treibstoff entwickelt: 100 Octane AVGAS. Nur mit diesem neuen Treibsoff war es möglich, den Motor, ohne ihn zu zerstören, auf 1000 PS zu bringen. 100 Octane AVGAS ist klopffest. Und heute soll er ja wieder verboten werden..... Die Simulation der Maschine ist äusserst gut und authentisch gelungen. Vom Sound über die Aussenansicht bis zum 3D-Cockpit und dem Flugmodell. Es gibt einen einfachen Autopiloten (wie in der Realität), mit dem Kurs und Höhe gehalten werden können und ein Kommunikationsgerät mit einer wählbaren Frequenz. Einen Transponder hat die Maschine nicht. Ebensowenig einen ICAO Code. Fürs Online Fliegen sollte man deshalb die Bezeichnung (Hughes H-1) in den Remarks des Flugplans eintragen. 2 Dinge wurden allerdings in der Simulation geändert (FSX Beschränkungen): Es wurde ein elektrischer Starter und eine Tankanzeige eingebaut. Beides gibt es in der realen Maschine nicht. Trotzdem stimmt der Startvorgang (bis auf den elektrischen Schalter) mit der Realität überein. Im realen Flugzeug wird der Motor (nachdem alle Vorbereitungen erledigt sind) mit einer Kurbel, welche durch ein Loch im Rumpf (kurz hinter der Cowling) gesteckt wird, angeworfen. Dazu muss eine kräftige Person auf eine Leiter klettern (die Maschine ist sehr hochbeinig) und mit der Kurbel ein Schwungrad in Drehung versetzen. Hat das Schwungrad genügend Umdrehungen gibt es ein helles Geräusch. Dann muss die Kurbel herausgezogen werden. Das Schwungrad treibt nun den Sternmotor an und startet ihn. Um den Treibstoff-Fluss zu kontrollieren gibt es im realen Flugzeug rechts und links neben dem Cockpit tranparente Schläuche. Durch diese fließt der Treibstoff zum Vergaser. Somit konnte der Pilot sehen, wenn ein Tank leerläuft und entsprechend umschalten. Ich denke das rechtfertigt die Änderungen in der Simulation. Ansonsten ist die Maschine, wie in der Realität auch, relativ einfach zu fliegen. Allerdings muss man sich unbedingt an die Daten des Handbuches halten. Insbesondere an die Motor Daten. Sonst überhitzen Sie diesen ganz schnell. Und das führt zur Zerstörung des Motors. Auch in der Simulation. Dazu lesen Sie bitte das Handbuch. Dieses ist in einem sehr gut verständlichen Englisch geschrieben. Sie finden dort einiges über die Geschichte der Maschine. Weiterhin wird jede Gauge absolut verständlich beschrieben. Und zum Schluss wird jede Flugsituation mit den jeweils einzuhaltenden Werten (Gauges) genau und übersichtlich dokumentiert. Dazu gehört auch das Starten und "Warmup". Das Handbuch ist einfach Klasse. Die Framerate beeinflusst das Addon nicht. So, nun wünsche ich Ihnen viel Spass mit der Hughes H-1. Heinz Flichtbeil, 26.07.2010 |
||||||
![]() |
|||||||
![]() |
|||||||
![]() |
|||||||
![]() |
|||||||